Reisfink, Reisamadine, Prachtfinken-Lexikon

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Reisfink / Reisamadine (Paddy oryzivora)




Bilder: Eddy




Der Reisfink gehört zu den domestizierten Prachtfinken.


1. Erscheinungsbild


Die klar abgegrenzten sauberen und kräftigen Farben machen ihn zu einem gutaussehenden Prachtfinken. In der Wildform ist das Gefieder an Rücken und Brust grau, Schwanzfeder und der obere Teil des Kopfes sind schwarz. Er hat große weiße Wangenflecken. Um die Augen besitzt er einen leuchtendroten Ring. Der Schnabel ist im Ansatz rot gefärbt, zur Spitze hin fast weiß werdend und sehr kräftig. Mittlerweile werden auch hier mehrere Farbmutationen gezüchtet. Geschlechter können am besten am Gesang unterschieden werden: nur der Hahn singt. Teilweise kann man die Unterschiede auch an der Schnabelfarbe erkennen: der Schnabel des Hahns ist deutlich tiefer rot gefärbt als der der Henne. Mit 14 cm Körperlänge gehört er zu den größeren Prachtfinken.


2. Verbreitung und Lebensraum


Der Reisfink kommt in vielen tropischen Ländern vor, z.B. Bali, Sumatra, Hawaii, Singapur, Malaysia, etc. Er bewohnt dort lichte Wälder und wird oft in der Nähe von Ortschaften angetroffen. Seinen Namen hat er, weil er in scharenweise in Reis- und Getreidefelder einfällt und die Reis- bzw Getreidekörner als Nahrung aus den Rispen pickt und zu sich nimmt. Da der Reisfink als Heimtier und Käfigvogel sehr beliebt ist, geht die natürliche Population seit Jahren deutlich zurück.


3. Haltung und Fütterung


Aufgrund seiner Größe sollten Volieren normalen Käfigen vorgezogen werden. Der Reisfink kann ganzjährig in einer Außenvoliere leben, im Winter sollte ein Schutzhaus vorhanden sein. Er kann sehr streitlustig sein, weswegen bei einer Vergesellschaftung mit anderen Prachtfinken auf die Größe der Voliere zu achten ist (nicht mit zu kleinen Prachtfinken halten). Reisfinken baden sehr gerne.
Nahrung:
Die Ernährung besteht hauptsächlich aus Getreide aller Art und Reis, weswegen er in seiner Heimat oft als Schädling bekämpft wird. Außerdem ergänzen Sämereien seinen Speiseplan. In der Käfighaltung ernährt er sich von Exotenfutter, das mit Paddyreis ergänzt wird. Gurke, Obst und Mehlwürmer werden gerne angenommen.


4.Zucht / Zuchtbericht


Bei mir waren ausschließlich Reisfinken in der Voliere, deren Einrichtung aus Naturästen und viel freiem Flugraum bestand. Zwei Paare hatten sich gefunden und beinahe zeitgleich ein Nest gebaut, indem sie bevorzugt Heu in Wellensittichnistkästen trugen. Die Nester waren eher unordentlich gebaut, aber durchaus dick und weich. Während der Hahn das Heu anschleppte, saß die Henne im Kasten und verbaute das Material. In einem Gelege waren 7, in dem anderen 4 Eier. Die Eier wurden von beiden Partnern bebrütet, zeitlich vermehrt aber von der Henne. Bereits während der Brutzeit wurde Eifutter gereicht, neben Exotenfutter und Gurke und Paddyreis. Nach 14 Tagen schlüpften die JV. Sie wurden von beiden Elternteilen gefüttert, hier aber auch wieder vermehrt von der Henne. Auch während der Aufzuchtphase saßen beide Altvögel abwechselnd im Nest. Die JV verblieben recht lange im Nest. Von den 7 Eiern waren 5 JV geschlüpft, in dem anderen Gelege 3. Mit knapp 4 Wochen flogen sie das erste Mal aus, voll befiedert, von der Farbe her noch unscheinbar in hell-grau und schon recht groß. Sie konnten von Anfang an recht gut fliegen. In den ersten zwei Wochen nach Ausfliegen suchten sie nachts immer noch das Nest zum Schlafen auf, bis dieses dann entfernt wurde.


Fazit:
recht leicht nachzuziehender Prachtfink, der viel Platz braucht.


Sonstiges:
Der domestizierte Reisfink ist seit Januar 2011 meldepflichtig, aber nicht ringpflichtig, daher Abgabe der JV und AV nur noch mit Herkunftsbescheinigung!



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Quellenangaben:
Autor: „Finkenfreundin" - Eigene Erfahrungen und Beobachtungen  
(User der Forum-Plattform www.prachtfinken-freunde.de)
Bildmaterial: „Eddy"
(User der Forum-Plattform www.prachtfinken-freunde.de)


weitere Quellen- Literaturangaben:
=Reinhard Jödicke „Prachtfinken Züchtung - Zebrafink/Japanisches Mövchen und Reisfink" Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 1978, ISBN-13: 978-3800170395
=Horst Bielfeld: „300 Ziervögel kennen und pflegen" Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8001-5737-2.



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