Ringelastrild, Ringelamadine, Prachtfinken-Lexikon

Prachtfinken-Lexikon Angola Schmertterlingsfink Auroraastrild Bambuspapageiamadine Bandamadine Bengalus Schmetterlingsfink Binsenastrild Blasskopfnonne Blaugrüne Papageiamadine Blaukopfschmetterlingsfink Borneo-Bronzemännchen Braunbrustschilffink Braunkopfnonne Braunrückenelsterchen Buntastrild Buntkopf Papageiamadine Diamantfink Dickschnabelnonne Dornastrild Dreifarbige Papageiamadine Dreifarbennonne Dybowski Tropfenastrild Elfenastrild Gelbbauchastrild Gelber Schilffink Gemalte Amadine Gitterflügelelsterchen Glanzelsterchen Goldbrüstchen Gouldamadine Granatastrild Grauastrild Grünastrild Grüner Tropfenastrild Gürtelgrasamadine Hadesnonne Japanische Mövchen Javabronzemännchen Karmesinastrild Kleinelsterchen Lauchgrüne Papageiamadine Malabarfasänchen Maskenamadine Muskatfink Nonnenastrild Olivastrild Orangebäckchen Peales Papageiamadine Perlastrild Perlhalsamadine Prachtnonne Rebhuhnastrild Reichenows Bergastrild Reisfink Riesenelsterchen Ringelastrild Rotbrustsamenknacker Roter Tropfenastrild Rotköpfige Papageienamadine Rotkopfamadine Rotmaskenastrild Rotschwanz Schönbürzel Salvadoris Bergastrild Schildnonne Schwarzbauchamarant Schwarzkopfnonne Senegalamarant Silberschnäbelchen Sonnenamadine Spitzschwanzamadine Spitzschwanz-Bronzemännchen Sumpfastrild Timor-Reisfink Timor-Zebrafink Tüpfelastrild Veilchenastrild Wachtelastrild Weißbrustnonne Weisskopfnonne Weißscheitelnonne Weißwangenastrild Wellenbauch-Bronzemännchen Wellenastrild Wienerastrild Zebrafink Zeresamadine Zügelastrild Zwergelsterchen Zwergschilffink

Ringelastrild (Stizoptera bichenovii)




Bilder: Zauselwutz




1. Erscheinungsbild


Größe: ca. 10 bis 11 cm
Gewicht: ca. 10 Gramm
( sehr zierlich empfehle daher aus eigenen Erfahrung Gitterabstand auf keinen Fall mehr wie 10 mm)
Weise Gesichtsmaske, von einem schwarzen Band eingerahmt. Brust und Bauch auch durch ein schwarzes Band getrennt. Der Kopf ist dunkelbraun, Hals und Rücken beige braun, Gesicht, Kehle, Brust und Bauch sind weiß, letzterer blass gelblich. Bürzel weiss, Schwanz dunkelbraun-schwarz. Flügel schwarzbraun mit weißen Tupfen. Augen sind dunkel.
Sein Bürzel ist weiß, beim Gitterflügelastrild schwarz, ebenso sind die Augen in seinem weißen "Eulengesicht".
Was für mich die Ringelastrilde erst so richtig interessant machte ist ihr "Eulengesicht" finde diese Zeichnung so wunderschön.
Beine und Füße sind grau, der Schnabel ist silbrig grau .
Beim Weibchen fällt das Brustband etwas weniger breit aus.. Jungvögel sind noch grauer und unklarer in der Zeichnung.
Männchen und Weibchen sehen gleich aus.
Stimme: Gesang und Rufe sind leise und etwas quäkend
Die Geschlechterunterscheidung ist ohne geübten Blick praktisch nicht möglich, deshalb sollte der Anfänger die Kosten für einen DNA Test nicht scheuen. Es gab einige Tipps zur Geschlechterunterscheidung in den AZ-Vogelinfo 10/2009, diese Merkmale sind sehr gut aber auch hier braucht es Übung.
Die mir bekannten Merkmale sind :
- schmaleres Kehl- und Brustband beim Weibchen
- Dunklere Färbung der Backen beim Weibchen
- Weibchen haben eine verwaschene Zeichnung an den Flügelenden, Männchen eine sehr scharfe
- Das zwei zusammen ein Nest bauen, hat noch nichts zu sagen
- Männchen sitzen meist aufrechter und gestreckter. Ihr Hals ist dabei dicker.


2. Verbreitung und Lebensraum


Nord- und Ostaustralien
Verbreitungsgebiet: Der Ringelastrild, Stizoptera bichenovii, kommt in zwei Unterarten, nämlich als Weißbürzel-Ringelastrild, S. b. bichenovii, im Nordosten und Osten Australiens und als Schwarzbürzel-Ringelastrild oder Gitterflügelastrild, S. b. annulosa, im Nordwesten vor
Lebensweise:
Lebt gesellig in kleinen Trupps in Grasland, an Wald- und Wegesrändern, auf Viehweiden, in Gärten. Immer in Wasser nähe. Als Nahrung dienen reife und halbreife Grassamen, zur Brutzeit und Jungenaufzucht auch Insekten. Baut Nester aus Grashalmen und Wurzeln.
Er bewohnt Grasland, Gebüsch und Waldränder unweit von Wasserstellen. Im Kulturland ist er an Feldrändern, Wegen und in Gärten zu beobachten. Meistens brütet er in Büschen, niedrig auf Bäumen oder auch zwischen Gräsern oder Kräutern. Nach der Brutzeit ist er in kleineren Flügen zu sehen, wenn er meisenartig durch das Gebüsch huscht.


3. Haltung und Fütterung


Mindestens 2 Vögel in einem größeren Käfig (mind. 100x40x40cm), besser noch in einer Voliere. Die Temperatur sollte nicht unter 20°C sinken, die Luftfeuchtigkeit ca. 60% betragen.
Gilt wie bei allen um so größer Flugstrecke um so besser ich halte Ihn nur aber 1,50 lange Flugboxen.


Er ist ein stets munterer, Wärme liebender Vogel für große „Heime" oder Zimmervolieren.
Ringelastrilde sind nette, liebe Vögel und für die Haltung in einer Voliere in der Wohnung bestens geeignet.


Vergesellschaftung:
Da er sehr friedfertig ist und Geselligkeit liebt, ist er gut für eine Gesellschaftshaltung geeignet.


In Volieren mit stärkerem Besatz kann man viele kleine Sitzstangen in das Gitter hängen, die Vögel können sich dann gut aus dem Weg gehen. In Bodennähe sollte es einige kurze Sitzstangen zum Ausruhen und zum Anfliegen des Bodens geben.


Das Licht ist optimalerweise eine elektronisch geregelte Tageslicht-Leuchtstofflampe mit UV Anteil. Es ist wichtig das die Lampe flackerfrei ist, auch flimmerfrei genannt .
Dann können die Vögel gut sehen. Durch Anbringung einer entsprechenden Sitzstange nutzen die Vögel das starke Licht auch gern, um sich darin zu sonnen. Das Licht sollte einen Bereich, wo eine Sitzstange etwas drunter ist mehr bestrahlen, während ein anderer nicht so stark beschienen ist so können sie es sich raus suchen, wie sie es gerade am liebsten haben.






Seine Nahrung besteht überwiegend aus Grassamen, doch nimmt er auch Insekten und andere Kerbtiere auf, vor allem wenn Junge aufgezogen werden.






4.Zucht / Zuchtbericht


Entweder in der Voliere in der Sie sich befinden oder falls Paar seine Ruhe braucht sollte das Zuchtpaar dann allein untergebracht werden-
Das Zuchtpaar sollte alleine untergebracht sein. Zum Nestbau werden geschlossene Bast-(Nist-)körbchen oder auch halboffene Holznistkästen benutzt, die mit glatten Kokosfasern und Scharpie ausgepolstert werden. Bei entsprechender natürlicher Voliereneinrichtung (Zweige, Äste) können sie auch eigenständig Nester bauen. Die 4-6 Eier werden 14 Tage lang bebrütet. Nach weiteren 3 Wochen sind die Jungen flügge.
Seine Zucht ist recht einfach, wenn Ginstergestrüpp, kleine Nadel- oder Buchsbäume geboten werden. Sonst baut er sein Kugelnest auch in einen kleinen Nistkasten oder in ein Körbchen mit Einflugloch. An Nistmaterial sind zarte Gräser und Kokosfasern am meisten begehrt. Federn werden (nur vom Weißbürzel-Ringelastrild) zum Polstern des Nestes verwendet. Brutdauer 14 Tage, bei der sich die Partner etwa alle 2 Stunden ablösen. Aus den 4 bis 5 weißen Eiern schlüpfen nur mit wenigen hellgrauen Dunen bedeckte Junge. Sind sie 3 Wochen alt, verlassen sie voll befiedert das Nest und werden noch weitere 2 Wochen von den Eltern versorgt.


Gelegegröße beträgt ca. 4-6 Eier
Brutdauer von 14 Tage
Nestlingszeit : Sind sie 3 Wochen alt, verlassen sie voll befiedert das Nest und werden noch weitere 2 Wochen von den Eltern versorgt.
Ringgröße: 2,2 mm
Unterarten:
Weißbürzel-Ringelastrild, S. b. Bichenovii,2,2 mm
Schwarzbürzel-Ringelastrild oder Gitterflügelastrild, S. b. annulosa,2,2 mm


Grundsätzlich sollten die Vögel mit mindestens einem Jahr und höchstens 5 Jahren zur Brut angesetzt werden, bei maximal drei Aufzuchten im Jahr. Zu junge männliche Ringelastrilde sind noch jugendliche Angeber, die nicht gern brüten, bei zu jungen Weibchen besteht das Risiko von Legenot.






Quellenangaben:
Autor: „Denny" - Eigene Erfahrungen und Beobachtungen
(User der Forum-Plattform www.prachtfinken-freunde.de)
Bildmaterial: „Zauselwutz"
(User der Forum-Plattform www.prachtfinken-freunde.de)


weitere Quellen- Literaturangaben:
=Jürgen Nicolai (Hrsg), Joachim Steinbacher (Hrsg), Renate van den Elzen, Gerhard Hofmann: „Prachtfinken - Australien, Ozeanien, Südostasien". Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3249-4.
=Horst Bielfeld: „Ziervögel - 120 Arten und ihre Haltung" (2-te überarbeitete Auflage) Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-7437-5



Zum Forum:

Prachtfinken-Freunde